Neuerscheinung: Transsexualität und Intersexualität

21 04 2008

Aus wieder einmal gegebenem Anlass darf ich auf den lesenswerten Band “Transsexualität und Intersexualität. Medizinische, ethische, soziale und juristische Aspekte” aufmerksam machen, der von Dominik Groß, Christiane Neuschaefer-Rube und Jan Steinmetzer herausgegeben wurde. Der Band geht auf eine interdisziplinäre Tagung des Universitätsklinikums Aachen aus dem Jahre 2007 zurück, die im Rahmen des START-Projekts “Medizinethische Aspekte in der Behandlung Transsexueller” stattfand. Hervorzuheben ist besonders, dass neben den im Untertitel genannten Aspekten u.a. auch chirurgische, phoniatrische und logopädische Aspekte der Transsexualität behandelt werden.





Mal wieder ein Aufsatz

4 02 2008

Aus gegebenem Anlaß möchte ich auf diese Publikation hinweisen. Leider ist das Journal nicht an jeder deutschen Uni zu haben.





Kein Verkaufsfaktor

16 10 2007

Ein deutsches Verlagshaus schreibt mich unter meiner Firmenadresse in “Buchholz, Germany” an und bewirbt ein naturwissenschaftliches Blättchen. Gleichzeitig informiert es mich, dass der, die oder das ISI (was immer sich dahinter verbergen mag) dieser Postille nun schon zum dritten Mal hintereinander einen höheren Impact Factor zugesprochen habe und ich dieses superwichtige Organ nun unbedingt auch beziehen müßte. Schließlich habe dies das wissenschaftliche Ansehen der Zeitschrift “enorm gesteigert”.

Liebe Freunde aus dem Verlagswesen: Ich kenne Euer Blatt nicht, und ich weiß auch nicht, warum ein wie auch immer von wem auch immer berechneter Impact Factor mich dazu bewegen soll, daß sich das ändert. Wenn Ihr ein interessantes Blatt habt, dann schickt mir ein Probeexemplar, und wenn es für meinen Job wichtige Informationen enthält, gibt es eine gewisse Chance, daß das Unternehmen es abonniert. Akademisches Schaulaufen mit irgendwelchen Faktoren hilft mir aber überhaupt nicht weiter - schließlich leben NJW, JZ, GRUR usw. seit Jahrzehnten sehr gut ohne statistische Erbsenzählereien.





Google Health

23 08 2007

Das MEDINFO-Blog hat einige Screenshots einer Vorab-Version des geplanten Online-Gesundheitsdienstes Google Health aufgespürt. Falls es Realität werden sollte, dass personenbezogene Gesundheitsdaten demnächst über Google im Internet verwaltet werden, ist die geplante elektronische Gesundheitskarte aus dem Hause Ulla Schmidt dagegen ein datenschutzrechtlicher Waisenknabe. Adressen, Telefonnummern, Fotos, Hobbies und Interessen - das alles stellen hunderttausende von Nutzern unbekümmert ins Web. Aber auch noch Vorerkrankungen, Allergien und Medikation online übertragen?

Es gibt sicher eine Menge Behörden, Krankenkassen und Finanzdienstleister, die derartige Daten nur zu gern sammeln würden. Und für die epidemiologische Forschung wäre eine umfassende, internationale Datenbank mit Milliarden von Einträgen natürlich auch ein Traum. Doch obwohl ich mich selbst als eher technikaffin beschreiben würde, ginge mir ein Account bei Google Health dann doch zu weit. Auch wenn ein WordPress-Plugin für Röntgenbilder sicher reizvoll wäre…





Auf zum Mond!

9 05 2007

Schon seit der Antike ist der Mond bestaunt, beschrieben und besungen worden. Kein anderer Himmelskörper ist so im kollektiven Bewußtsein verankert wie der Mond, über den es unzählige Lieder, Gedichte und Geschichten gibt. Seine Phasen sollen an Schlaflosigkeit und allerlei Zipperlein schuld sein, und für Ebbe und Flut sorgt er bekanntlich auch.

Der Erdtrabant ist - abgesehen von der Erde - schließlich der einzige Platz im Weltraum, der von Menschen jemals betreten worden ist. Was aber wollen wir dort eigentlich? Existieren dort Rohstoffe, nach denen sich zu graben lohnt? Könnte man auf dem Mond Kolonien errichten? Befinden wir uns vielleicht längst in einem Wettrennen um die schönsten und wertvollsten Lunargrundstücke? Und was sagt eigentlich der Mann im Mond dazu?

Diese und viele andere Fragen wird der finnische Weltraumforscher Esa Vilenius vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau am morgigen Donnerstag, dem 10. Mai in seinem Vortrag beantworten, der in englischer Sprache stattfindet. Treffpunkt ist die Katholische Hochschulgemeinde Göttingen, Kurze Straße 13 um 20.00 Uhr. Der Vortrag  findet im Rahmen des monatlichen THESIS-Stammtischs statt. Alle Interessierten, egal ob promovierend oder nicht, sind herzlich willkommen!





Mit Gefühl, schubidu…

9 05 2007

Schon um 18 Uhr singen die studentischen Nachbarn, den Grill umlagernd, laut zum CD-Spieler mit. Heute schütte ich mich zu erklingt es aus etwa einem Dutzend Kehlen. Wehmütig denke ich an meine Studentenzeit zurück und blende dabei die unangenehmen Erinnerungen (wie z.B. an durchwachte Nächte vor der Abgabe von Hausarbeiten) einfach aus. Auch wir waren jung, fröhlich und unbeschwert.

Dagegen sitze ich jetzt an zwei Vorträgen, die ich nächste Woche in Bremerhaven und Aachen halten werde. Statt Thesenpapieren für die Kommilitonen gibt es heutzutage Powerpoint-Präsentationen im corporate design.

Die Naturwissenschaftler vom AWI akzeptieren nicht einmal mehr einen deutschsprachigen Vortrag, sondern wünschen sich eine Darstellung in englischer Sprache. Wie gut, daß ich erst kürzlich in Washington ein bißchen üben konnte. Und wenn ich meine Aussprache mit der jener französischen EU-Kommissionsbeamtin vergleiche, die am Montag im Forum Hochschulbildung anläßlich der Auftaktveranstaltung zum Europäischen Bildungsprogramm in Berlin sprach, muß ich mich wahrlich nicht schämen. Die Nachbarn nebenan übrigens auch nicht. Die singen nämlich gerade ganz passabel den Refrain von Relight My Fire mit. Und das paßt schließlich gut zum studentischen Grillfest.





Neue THESIS-Website

4 05 2007

Das Promovierendennetzwerk THESIS e.V. hat eine neue Website bekommen. Neuigkeiten und Nachrichten rund um die Doktorarbeit können nun im aufgefrischten Design unter der bekannten Adresse http://www.thesis.de abgerufen werden.

THESIS-Logo





Alter Text an neuem Ort

26 04 2007

Wer sich wundert, auf diese Seite gelangt zu sein, obwohl eigentlich ein Text zum katholischen Verfassungsrecht gewünscht und verlinkt war, wird nun hier fündig: Die Verfassung der katholischen Kirche (PDF!).





Thomas Buergenthal erhält Göttinger Ehrendoktorwürde

19 04 2007

Der amerikanische Rechtsprofessor und Richter am Internationalen Gerichtshof Thomas Buergenthal erhält heute während eines Festakts die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen. Buergenthal, der das KZ Auschwitz und einen Todesmarsch überlebte, hat nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einige Jahre in Göttingen gelebt und am Felix-Klein-Gymnasium sein Abitur gemacht. Damals wurde er “[b]eim Anblick der friedlichen deutschen Familien auf Sonntagsspaziergang [...] von Rachegedanken geplagt” - verständlicherweise, möchte man hinzufügen. Heute fühlt sich Buergenthal wieder wohl in Deutschland.

Im Jahre 1951 wanderte Buergenthal in die USA aus, wo er eine steile juristische Karriere begann. Besonders die Durchsetzung der Menschenrechte in den weniger glücklichen Teilen der Welt war ihm immer ein wichtiges Anliegen. Inzwischen ist auch seine Autobiographie “Ein Glückskind” erschienen.





Reden im Radio

12 03 2007

Den Text meines heutigen Radiointerviews hat der Deutschlandfunk inzwischen transkribiert und online gestellt. Es ist doch einigermaßen erschreckend zu sehen, wie wenig ich heute trotz (oder wegen?) aller Konzentration grammatikalisch korrekt und druckreif gesprochen habe. Dennoch bin ich natürlich froh, daß Thesis ein paar Minuten Sendezeit bekommen hat, um seine durchaus zwiegespaltene Position zum Bologna-Prozeß darzustellen. Interessant ist dabei, daß ich die Überschrift (”Wir sind auch dagegen!”) so niemals gesagt habe, da die Mitglieder von Thesis dem Konzept von Graduiertenschulen zwar kritisch, aber nicht vollständig ablehnend gegenüberstehen. Meine Freude darüber, in dieser Debatte öffentlich wahrgenommen zu werden, kann das allerdings nicht schmälern.





Strukturiertes Promotionsstudium?

12 03 2007

Wer sich für den Bologna-Prozeß und das Thema “Strukturiertes Promotionsstudium” interessiert, sollte heute nachmittag ab 14.35 Uhr die Sendung Campus & Karriere im Deutschlandfunk einschalten. Neben einer Initiative der Technischen Universitäten zum Erhalt der klassischen Promotion in den Ingenieurswissenschaften werde ich ein kurzes Interview geben und darin die Position des Promovierendennetzwerkes Thesis darstellen.





Amerikanisches Recht bei YouTube

2 03 2007

Während man in Deutschland oft das Gefühl hat, daß die Studierenden an der Universität den behördlichen Betrieb eher stören, kämpfen die amerikanischen Universitäten aktiv um den akademischen Nachwuchs. Die Cardozo Law School (mit einer z.Zt. etwas funktionsgestörten Website) aus New York hat das Videoportal YouTube als Marketingplattform entdeckt, und in kurzen Filmen stellen die Professoren ihre Rechtsgebiete vor. Das ist als kleiner Eindruck auch für den deutschen Juristen durchaus interessant. Gelungen ist z.B. der Beitrag von Prof. Justin Hughes, der die Grundlagen des Gewerblichen Rechtsschutzes darstellt und dabei erklärt, was sein Job mit Mickey Maus zu tun hat:





Bayerische Bücherschänder

21 02 2007

Barbaren. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Und PISA-Genörgel oder hochnäsiges Herziehen über den norddeutschen Bildungsstand möchte ich aus dem Freistaat auch nie wieder hören. Es ist ein Trauerspiel.

(Via Statler & Waldorf.)





Hört nicht auf die Berater

21 02 2007

“Ingenieurswissenschaften? Vergessen Sie´s, die Aussichten sind miserabel. Fast so schlimm wie die Ärzteschwemme.”

Berufsberatung einer norddeutschen Universität, 1996.

Im Deutschlandfunk bemüht sich soeben ein Verbandsfunktionär der Elektrotechnik händeringend um Ingenieursnachwuchs. Das Interesse für Technik soll schon in den Schulen geweckt werden.

Mein Rat an alle Studieninteressierten: Hört nicht auf irgendwelche Berater, denn wenn Ihr mit Eurer Ausbildung fertig seid, sieht die Welt sowieso ganz anders aus. Macht lieber Euer Ding und bringt für das, was Ihr tun wollt, eine gehörige Portion Interesse und langen Atem mit.





Ein bißchen Vereinsmeierei

6 02 2007

Nichtsahnend fahre ich ins thüringische Eichsfeld auf eine wunderschöne alte Burg, um jenseits des Staatsexamens wieder einmal Kontakte zu Doktoranden aller Fachrichtungen zu knüpfen und mich umzuhören, was das Promovierendennetzwerk Thesis so treibt. Und zurück komme ich mit den verschiedensten Eindrücken, einer Fülle neuer Ideen, einem gehörigen Schlafdefizit und dem Amt des Bundesvorsitzenden. Eines weiß ich schon jetzt ganz sicher: die kommenden zwölf Monate werden spannend. Und auch dieses Weblog wird sicher nicht ganz frei von Themen rund um die Promotion bleiben.