Work hard, party hard

10 10 2007

Unter all den Vertragsentwürfen, Gerichtsmitteilungen, Versicherungs- und Behördenschreiben, Fachzeitschriften und was sonst noch so über meinen Schreibtisch geht versteckt sich auch die ein oder andere Perle. So werde ich gerade über die “Paragraphenreiter-Party (Jura meets Polo)” (sogar mit ph, wie sich das gehört - aber warum eigentlich nicht “Law meets Polo“?) im Hamburger H1 Club am 12. Oktober informiert.

Dann mal den Kragen stärken und hochklappen? Nein, vielleicht doch nicht. Denn die arbeitende Bevölkerung ist bestimmt nicht die Zielgruppe für derartige Amüsements, und am Samstag geht es früh raus, da ich das komplette Wochenende im schönen Göttingen verbringen werde. Dort sitze ich dann im Tropenzentrum der Universität, was nach Wärme und Dschungel und exotischen Tieren klingt, aber wohl doch nur schnöde Verwaltungsarbeit für das Promovierendennetzwerk THESIS bedeutet. Sind ja auch irgendwie exotische Tiere, diese Doktoranden. Und ein bißchen gefeiert wird am Samstagabend bestimmt auch. Jura meets Vogelspinne, oder so ähnlich.





Auf zum Mond!

9 05 2007

Schon seit der Antike ist der Mond bestaunt, beschrieben und besungen worden. Kein anderer Himmelskörper ist so im kollektiven Bewußtsein verankert wie der Mond, über den es unzählige Lieder, Gedichte und Geschichten gibt. Seine Phasen sollen an Schlaflosigkeit und allerlei Zipperlein schuld sein, und für Ebbe und Flut sorgt er bekanntlich auch.

Der Erdtrabant ist - abgesehen von der Erde - schließlich der einzige Platz im Weltraum, der von Menschen jemals betreten worden ist. Was aber wollen wir dort eigentlich? Existieren dort Rohstoffe, nach denen sich zu graben lohnt? Könnte man auf dem Mond Kolonien errichten? Befinden wir uns vielleicht längst in einem Wettrennen um die schönsten und wertvollsten Lunargrundstücke? Und was sagt eigentlich der Mann im Mond dazu?

Diese und viele andere Fragen wird der finnische Weltraumforscher Esa Vilenius vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau am morgigen Donnerstag, dem 10. Mai in seinem Vortrag beantworten, der in englischer Sprache stattfindet. Treffpunkt ist die Katholische Hochschulgemeinde Göttingen, Kurze Straße 13 um 20.00 Uhr. Der Vortrag  findet im Rahmen des monatlichen THESIS-Stammtischs statt. Alle Interessierten, egal ob promovierend oder nicht, sind herzlich willkommen!





Mit Gefühl, schubidu…

9 05 2007

Schon um 18 Uhr singen die studentischen Nachbarn, den Grill umlagernd, laut zum CD-Spieler mit. Heute schütte ich mich zu erklingt es aus etwa einem Dutzend Kehlen. Wehmütig denke ich an meine Studentenzeit zurück und blende dabei die unangenehmen Erinnerungen (wie z.B. an durchwachte Nächte vor der Abgabe von Hausarbeiten) einfach aus. Auch wir waren jung, fröhlich und unbeschwert.

Dagegen sitze ich jetzt an zwei Vorträgen, die ich nächste Woche in Bremerhaven und Aachen halten werde. Statt Thesenpapieren für die Kommilitonen gibt es heutzutage Powerpoint-Präsentationen im corporate design.

Die Naturwissenschaftler vom AWI akzeptieren nicht einmal mehr einen deutschsprachigen Vortrag, sondern wünschen sich eine Darstellung in englischer Sprache. Wie gut, daß ich erst kürzlich in Washington ein bißchen üben konnte. Und wenn ich meine Aussprache mit der jener französischen EU-Kommissionsbeamtin vergleiche, die am Montag im Forum Hochschulbildung anläßlich der Auftaktveranstaltung zum Europäischen Bildungsprogramm in Berlin sprach, muß ich mich wahrlich nicht schämen. Die Nachbarn nebenan übrigens auch nicht. Die singen nämlich gerade ganz passabel den Refrain von Relight My Fire mit. Und das paßt schließlich gut zum studentischen Grillfest.





Neue THESIS-Website

4 05 2007

Das Promovierendennetzwerk THESIS e.V. hat eine neue Website bekommen. Neuigkeiten und Nachrichten rund um die Doktorarbeit können nun im aufgefrischten Design unter der bekannten Adresse http://www.thesis.de abgerufen werden.

THESIS-Logo





Reden im Radio

12 03 2007

Den Text meines heutigen Radiointerviews hat der Deutschlandfunk inzwischen transkribiert und online gestellt. Es ist doch einigermaßen erschreckend zu sehen, wie wenig ich heute trotz (oder wegen?) aller Konzentration grammatikalisch korrekt und druckreif gesprochen habe. Dennoch bin ich natürlich froh, daß Thesis ein paar Minuten Sendezeit bekommen hat, um seine durchaus zwiegespaltene Position zum Bologna-Prozeß darzustellen. Interessant ist dabei, daß ich die Überschrift (”Wir sind auch dagegen!”) so niemals gesagt habe, da die Mitglieder von Thesis dem Konzept von Graduiertenschulen zwar kritisch, aber nicht vollständig ablehnend gegenüberstehen. Meine Freude darüber, in dieser Debatte öffentlich wahrgenommen zu werden, kann das allerdings nicht schmälern.





Strukturiertes Promotionsstudium?

12 03 2007

Wer sich für den Bologna-Prozeß und das Thema “Strukturiertes Promotionsstudium” interessiert, sollte heute nachmittag ab 14.35 Uhr die Sendung Campus & Karriere im Deutschlandfunk einschalten. Neben einer Initiative der Technischen Universitäten zum Erhalt der klassischen Promotion in den Ingenieurswissenschaften werde ich ein kurzes Interview geben und darin die Position des Promovierendennetzwerkes Thesis darstellen.





Ein bißchen Vereinsmeierei

6 02 2007

Nichtsahnend fahre ich ins thüringische Eichsfeld auf eine wunderschöne alte Burg, um jenseits des Staatsexamens wieder einmal Kontakte zu Doktoranden aller Fachrichtungen zu knüpfen und mich umzuhören, was das Promovierendennetzwerk Thesis so treibt. Und zurück komme ich mit den verschiedensten Eindrücken, einer Fülle neuer Ideen, einem gehörigen Schlafdefizit und dem Amt des Bundesvorsitzenden. Eines weiß ich schon jetzt ganz sicher: die kommenden zwölf Monate werden spannend. Und auch dieses Weblog wird sicher nicht ganz frei von Themen rund um die Promotion bleiben.