Und wieder ist ein ehemaliger Schüler Amok gelaufen, und wieder gibt es die obligatorischen Diskussionen und Verbotsvorschläge. Da wird einerseits gefordert, bestimmte Computerspiele zu verbieten, und andererseits wird wieder einmal die Lehrerschaft zum Sündenbock der Nation gemacht. Dabei ist allen Verantwortlichen klar, daß diese Diskussion nichts bringt und die Sicherheit an den Schulen kein bißchen erhöht. Hier soll offensichtlich die Öffentlichkeit beruhigt und der Eindruck erweckt werden, daß sich irgendetwas verändert – selbst wenn ein Verbot von Computerspielen in Zeiten des Internet keinerlei Sinn ergibt.
Die einizg wirksame Maßnahme gegen bewaffnete Amokläufer in der Schule sind Eingangskontrollen vor den Schulgebäuden, verbunden mit Leibesvisitationen und Durchleuchtung von Schultaschen und Rucksäcken. Schulen und Universitäten in den USA haben mit einer solchen Campus Police gute Erfahrungen gemacht. Das kostet natürlich Geld, das entweder der Staat oder die Eltern aufbringen müßten. Außerdem ist es für die Schüler eine zusätzliche, tägliche Belastung.
Die Politik müßte nun die Frage beantworten, ob man flächendeckend Waffenkontrollen einführen will oder lieber weitere Opfer in Kauf nimmt. Beide Alternativen sind nicht erfreulich, so daß es nicht verwundert, daß Politiker sich lieber an der Scheindebatte über Computerspiele beteiligen, statt sachliche Lösungen zu diskutieren.
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