Auf dem islamischen Auge blind

26 07 2006

Wie die taz in ihrer gestrigen Ausgabe berichtet, ist es in Bremen trotz Polizeipräsenz zu unappetitlichen und möglicherweise sogar strafrechtlich relevanten Szenen gekommen. Während jüdische Passanten von einem islamistischen Mob bespuckt und bedroht wurden, konnten Hizbullah-Anhänger ungestört Plakate mit Hakenkreuzen und Parolen wie “Vernichtet Israel” zeigen. Offenbar war bei dieser Demonstration kein einziger Beamter vor Ort, der die arabische Sprache beherrscht.

Mit von der Partie sollen auch Altlinke gewesen sein, die trotz der Entführungen von israelischen Soldaten und der Raketenangriffe auf zivile Ziele noch vom “palästinensischen Widerstand” träumen. Es bleibt zu hoffen, daß die Bremer Staatsanwaltschaft bald die Ermittlungen aufnimmt.





Bloggen aus dem Krieg

24 07 2006

Schon seit vielen Monaten lese ich regelmäßig die Letters from Rungholt, ein interessantes und multithematisches deutschsprachiges Blog einer Kibbuzbewohnerin, Kunsthistorikerin und Mutter von vier Kindern. In diesen Tagen gibt es dort nur ein Thema: den Krieg der Palästinenser und der Hizbullah gegen Israel. Lila, so das Pseudonym der Autorin, kommentiert ihre Lage zur Zeit folgendermaßen:

Ich bin Zivilistin, und ich bin bedroht. Konkret. Um mich herum sind heute bisher mehr als 90 Raketen gefallen, in einem Umkreis von 15 bis 20 km. Meine Mitbürger sterben, fliehen, sitzen im Bunker. Ich kann nichts tun als zusehen, mir überlegen, wann wir dran sind, und bloggen.

Das mehrmals am Tag aktualisierte Blog gibt einen authentischen Einblick in die Stimmungslage der Israelis, erklärt die Hintergründe des Konfliktes und ist deshalb ein wichtiges Korrektiv zu den deutschen Mainstream-Medien. Lesen!