Telefon ohne Hype

8 07 2007

Anders als Kollege Hartmann kann mich der Hype um das neue iPhone nicht beeindrucken. Ich bin auf der Suche nach einem robusten Mobiltelefon, das wenig Schnickschnack mitbringt (bin ich altmodisch, weil ich mit meinem Handy nicht fotografieren will?), aber dafür in den Grundfunktionen überzeugt. Das heißt: guter Empfang auch bei schwachem Netz, ordentliche Sprachqualität, lange Akkulaufzeit und vor allem eine Adressdatenbank, in der weit mehr als ein Vorname und die Telefonnummer Platz finden. Und weil ich dicke Daumen habe, dürfen die Tasten auch nicht wirken, als seien sie für anorektische Dreizehnjährige fabriziert worden.

Bisher war ich mit Siemens-Mobiltelefonen zufrieden, wenngleich nicht immer überglücklich. Aber das ist jetzt wohl vorbei. Einige Ausflüge zu Sony Ericsson und Nokia haben mich aufgrund zu weniger Datenbankfelder nie richtig überzeugen können. Ein NEC hatte diesen Mangel nicht, ist aber bei der erstbesten Gelegenheit mit Displayschaden im Elektroschrott gelandet. Muß ich mir jetzt wirklich ein iPhone kaufen, oder weiß jemand aus der werten Leserschaft Rat, was nach Siemens kommt?





Die juristische Methode

2 07 2007

Wie arbeiten eigentlich Juristen? Diese Frage ist so alt, wie Mandanten für rechtlichen Rat zur Kasse gebeten werden. Die ultimative Definition juristischer Tätigkeit stammt von Dr. Martin Wesch aus Stuttgart: „Die juristische Methode besteht darin, unbestimmte Rechtsbegriffe durch andere unbestimmte Rechtsbegriffe zu ersetzen und dann so zu tun, als sei alles klar.“

Die überwiegend naturwissenschaftlich vorgebildete Zuhörerschaft auf der Fortbildung hat dieses Bonmot mit Wohlwollen aufgenommen. Ihr war schließlich schon immer klar, daß Juristen (ähnlich wie Absolventen anderer geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer) mit Taschenspielertricks und Scharlatanerie das Geld ernsthaft arbeitender Leute stehlen.