In diesem Blog ist es seit dem Examen etwas stiller geworden als sonst. Das hängt allerdings nicht damit zusammen, daß in meinem Leben so wenig passieren würde – ganz das Gegenteil ist der Fall. In der laufenden Bewerbungsphase nutze ich die Gelegenheit, Unternehmen und Kanzleien in ganz Deutschland kennenzulernen, und es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Akteure auf dem Gesundheits- und Gesundheitsberatungsmarkt diesen einschätzen und sich auf den hochgradig regulierten Wettbewerb einlassen. Interessant ist auch, daß ich manchmal mit hunderten von anderen Bewerbern auf eine ausgeschriebene Stelle konkurriere, in anderen Fällen dagegen Unternehmen gezielt an mich herantreten und mich kennenlernen wollen.
Ebenso auffällig und für mich durchaus unerwartet ist, daß dem ersten Gespräch (mit der Personalabteilung, der Geschäftsführung oder den Partnern der Kanzlei) zumeist weitere folgen. Bisher war ich davon ausgegangen, daß für die Einstellung von Berufseinsteigern ein einziges Bewerbungsgespräch den Standard darstellen würde. Offensichtlich wird aber auch bei Absolventen inzwischen sehr genau geschaut, wen man sich ins Unternehmen holt und ob der- bzw. diejenige ins Team paßt. Generell sollte man den “Nasenfaktor” nicht unterschätzen, denn was nützen die schönsten Qualifikationen, wenn es ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Geschäft und der täglichen Zusammenarbeit gibt?


Ähnlich intensive Erfahrungen habe auch ich machen dürfen. Genieße die Zeit, Du lernst viel!
Ich kenne Leute, bei denen ging es in die vierte Runde bei Bewerbungsgesprächen, bis sie den Job hatten…
und ich kenne leute, die nach 30 minuten eingestellt werden. auch bizarr.
cam
Unglaublich substantiiert dein Artikel…..;-(((